Was wir gerade sehen, ist beispiellos

Chinesische Medien berichteten, dass Dr. Liu Zhiming, der Leiter des Wuchang-Krankenhauses, am Dienstag 18. Februar am Morgen gestorben ist. Nach offiziellen Angaben sind mindestens sechs weitere medizinische Mitarbeiter an dem Virus gestorben, während 1.716 infiziert sind.

Der Infektionsmediziner Jeremy Farrar erklärt in der BAZ, was das Coronavirus so gefährlich macht:

Was wir gerade sehen, ist beispiellos. Ich weiss von keinem Ausbruch in den letzten 100 Jahren, der sich so schnell so weit ausgebreitet hat, der so herausfordernd war. Modelle gehen von derzeit 400’000 bis 600’000 Infizierten aus. Jeder Mensch infiziert wahrscheinlich im Schnitt 2,5 bis drei andere Menschen, die dann wieder etwa 2,5 bis drei Menschen anstecken. Der Wert für die Influenza liegt bei etwa 1,4. Die Symptome reichen von sehr mild bis zum Tod.

Wenn man mich früher gefragt hätte: Was für ein Szenario fürchten Sie am meisten – dann hätte ich genau diese Situation beschrieben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Virus mehr oder weniger überall sein wird. Wir müssen jetzt Entscheidungen treffen. Das bedeutet, mit Unsicherheiten umzugehen. Ich weiss, dass es extrem schwer ist, Unsicherheit und Risiken vermitteln. Es kann sein, dass das Coronavirus ebenso wie das Sars-Virus wieder verschwindet. Es kann allerdings auch ganz anders ausgehen. China kann die Quarantänemassnahmen nicht ewig aufrechterhalten. Massnahmen wie Quarantäne, Handhygiene, Reisen einschränken sind sehr wirkungsvoll und im Moment am wichtigsten.

Insgesamt über 73’438 Menschen wurden offiziell positiv auf Covid-19 getestet. Davon sind 1’875 gestorben und 13’141 Personen erholten sich von der Krankheit. Aufgrund der Zahlen von Genesenden und Sterbenden ist die Wahrscheinlichkeit bei einer diagnostizierten Krankheit zu sterben aktuell um 12 %.

Die Epidemie lässt in China die Nachfrage nach Rohöl zusammenbrechen. «Die Heizölpreise sind in der Schweiz seit Anfang Januar gesunken – je nach Region von rund 91 Franken je 100 Liter auf derzeit rund 79 Franken», sagt Daniel Schindler, Sprecher von Avenergy Suisse. Nun ist das Virus nicht nur eine Bedrohung für die Gesundheit, sondern auch ein Dämpfer für die chinesische Wirtschaft. Dadurch lässt die Krankheit die Nachfrage nach Rohöl zusammenbrechen – als Folge davon sind die Preise im Keller. Weltweit sind auf den Seerouten deutlich weniger Container unterwegs als üblich.

https://www.obrist-impulse.net/coronavirus-ein-raetsel

 

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