Franziskus revolutionäre Ideen

Bei den Progressiven weckt er die Hoffnung auf Veränderung. Konservative werden verunsichert. Ob die Kirche dadurch an Attraktivität gewinnt oder letztlich eine Seite verliert wird sich zeigen.
 
Franziskus forderte: „Wir müssen – und wir sind gerade dabei, diese Möglichkeit zu erwägen – in den Katechismus der katholischen Kirche die Sünde gegen die Umwelt, die ökologische Sünde gegen unser gemeinsame Haus aufnehmen, weil es eine Pflicht ist.“
 
Verliert nun jemand sein Heil, weil er nicht ökologisch lebt?
 
Eugenio Scalfari schreibt am 9. Oktober 2019: „Franziskus hat schon seit Jahren die Idee des Einen Gottes vorangetrieben.“ Die Religionszugehörigkeit sei „nicht wichtig“, weil „alle Kinder Gottes“ seien und somit – irgendwie – an denselben Gott glauben würden. Er soll auch wissen, dass Papst Franziskus Jesus, als Mensch und nicht als menschgewordenen Gott versteht.
 
Die Frage ist, was hat Franziskus wirklich gemeint. Meint er, dass Gott sich freiwillig in Jesus auf die menschlichen Möglichkeiten beschränkt hat oder meint er Jesus sei nicht Gott. Die Worte „sobald er Mensch wurde“ lassen auf das Erste schließen.
 
Beunruhigend ist auch die Pachama-Verehrung an der Amazonien-Synode. Der Papst hat die Anwesenheit der heidnischen Pachama-Statuen in der Kirche von Santa Maria Traspontina in Rom sogar gerechtfertigt und sich dafür entschuldigt, dass diese Statuen aus der Kirche entfernt und in den Tiber geworfen wurden.
 
Mehr Kopfzerbrechen macht das Dokument von Abu-Dhabi, welches der Papst selbst formuliert und unterschrieben hat.
 
Der Papst etabliert sich als Fürsprecher der Armen, der Öko- und Klimabewegung (mit religiösen Zügen) und als Vermittler zwischen den Religionen.
 
Auf Seite 254 von „Evangelii Gaudium“ (2013) wird sein Denken offenbar: „Die Nichtchristen können, dank der ungeschuldeten göttlichen Initiative und wenn sie treu zu ihrem Gewissen stehen, »durch Gottes Gnade gerechtfertigt« und auf diese Weise »mit dem österlichen Geheimnis Christi verbunden werden«.
 
Das bedeutet, jeder der seine Religion nach seinem Verständnis mit reinem Gewissen nachgeht, gerettet wird.
 
Johannes schreibt: „Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater“ (1.Johannes 2,23).
 
Es scheint so, dass nach der Interpretation von Franziskus Menschen guten Willens aus allen Glaubenstraditionen durch Jesus gerettet werden. Deshalb ist die Rettung der Erde und ein friedliches Zusammenleben für ihn ein vordringlicheres Anliegen.
 
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Eine Antwort zu Franziskus revolutionäre Ideen

  1. Klaus Oelmann schreibt:

    Ich, der ich auf dem Papier und steuerrechtlich noch immer Katholik bin, verfolge die Entwicklung und Artikulationen des Papstes mit wachsendem Argwohn. Die jüngsten Ereignisse rund um die Amazonas-Synode haben etwas abgrundtief gruseliges an sich! Wenn ich dann auch noch die wachsende „Umarmung“ der sogenannten Evangelikalen mit der Katholischen Kirche in meinen Beobachtungen berücksichtige, wird ein ziemliches Schreckensbild über die Entwicklungen innerhalb des Leibes Christi vor meinen Augen sichtbar … Ich frage mich natürlich, ob ich überempfindlich reagiere???

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