Wenn Dekadenz verklärt wird

Heute gilt: Die Berufung auf die Mehrheit reicht als Argument für die eigene Meinung.
 
Die offensichtlichen Fehlentwicklungen der Demokratie werden übersehen. Sie werden geradezu als Krönung oder Auszeichnung verklärt.
 
Der Terror wird zur Tugend einer unbeugsamen „Gerechtigkeit“.
 
Aus Gleichheit vor dem Recht pervertiert die Vorstellung sozialer Gleichheit. Zuletzt wendete sich gar der Idiot gegen das Genie, weil dieser das Verbrechen begangen hat, anders zu sein als er selbst.
 
Wenn der Gleichheitsgedanke den Freiheitsgedanken besiegt, kippt es zugunsten der tyrannischen Demokratie.
 
Roger Hallam, dem Gründer der „Extinction Rebellion“ statuiert: „Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant.“ Dabei wird seine Moral zum Massstab aller Menschen, die man zu seinem Wohl unterdrücken darf.
 
Umso erstaunlicher mutet daher die Haltung der Kirchen an. Ihre Aufgabe wäre es, auch in der Krisenzeit der Demokratie sich nicht mit der Mehrheitsmeinung eins zu werden, weil diese gerade dominiert und einen „Imagegewinn“ bedeutet. Vielmehr hätte sie die Aufgabe, ihre Gläubigen zu erinnern, dass Wahrheit und Recht keine Sache des Mehrheitsprinzips sind.
 
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