Der neue Zwingli

Zwingli erscheint im Film als sozialer Reformer, der von der Herrschaft der Kirche befreit. Vielleicht ist deshalb der Film so ein Erfolg, weil er die heutigen Fragen aufnimmt, wie soziale Ungerechtigkeit, Ausbeutung, der Kampf um die gesundheitliche Grundversorgung, Zölibat und inwieweit wir eine Institution Kirche brauchen.

Eingeladen nach Zürich wurde Zwingli, weil er gegen das Söldnergeschäft war. Durch seine Predigten entdeckten die Leute, dass sie sich auch ohne Vermittlung direkt an Gott wenden konnten.

Nicht erwähnt wird im Film, dass man in Zürich zuvor den gleichen Ablass erhalten konnte wie in Rom. Zwingli hat sich zuvor für den Papst eingesetzt und deshalb die Stelle in Glarus verloren und ist nach Einsiedeln gegangen. Auch die Kappeler Milchsuppe wird ausgeblendet, obwohl sie die Grundlage gelegt hat, dass sich die Eidgenossen nicht endlos bekriegt hatten.

Wahrscheinlich hat der Tod Zwinglis bewirkt, dass man dachte, die Reformation komme ohne ihren Kopf zu einem Ende. Gut kommt im Film zum Ausdruck, dass die Reformation in der Schweiz nicht eine Einzelaktion war, sondern von einem Kollektiv mitgeprägt wurde.

Was uns die Reformatoren immer zu sagen haben: Die Aufgabe aller Christen aller Zeiten ist es, auf Christus zu hören, wie er in der Bibel bezeugt ist.

Die erste Barmer These von 1934, die ja indirekt von Zwingli stammt, bringt es auf den Punkt: Christus ist das eine Wort Gottes, dem allein Christen vertrauen und dem allein sie zu gehorchen haben.

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