Kirchensteuern dürfen gegen die Interessen der Kirchen eingesetzt werden

In der Schweiz müssen katholische Kirchensteuerzahler „in Zukunft damit rechnen, dass ihre Finanzmittel im Einklang mit staatlichem Recht für kirchenferne oder kirchenfeindliche Aktivitäten eingesetzt werden“, heißt es in einer Erklärung des Bistums Chur.

Sie nimmt Bezug auf eine Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts. Dort haben die obersten Richter jetzt entschieden, dass es zulässig ist, wenn eine vom Staat geschaffene „Landeskirche“ Organisationen unterstützt, deren Handeln nicht mit den Grundsätzen der Glaubenslehre der katholischen Kirche vereinbar ist.

Die staatliche „Katholische Landeskirche Graubünden“ unterstützt die Organisation „Adebar“. Die dort propagierte Sexualpädagogik stehen im Widerspruch zum katholischen Glauben. Die Organisation betrachtet Abtreibungen als legitim und begleitet deren Durchführung.

Die Gelder, die die „Landeskirche“ von den katholischen Kirchensteuerzahlern erhebt, sind nach der Auffassung der Richter somit keine Gelder der katholischen Kirche und dürfen gegen die Interessen der katholischen Kirche einzusetzen.

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