Abtreibung – der Schmerz danach

Bei einer Abtreibung gibt es zwei Opfer: das Kind und die Mutter. Nur 5,1 Prozent der 260 Befragten fühlen einen inneren Frieden.

Etwa die Hälfte aller lebenden Kinder haben abgetriebene Geschwister. Das Wissen zufällig überlebt zu haben geht an den meisten nicht spurlos vorüber.

Mit dem Thema des 9. Marsch fürs Läbe „Abtreibung – der Schmerz danach!“ wollen die Initiatoren ein Tabu brechen.

Unzählige Frauen und Männer seien nach einer Abtreibung mit psychischen und physischen Schmerzen konfrontiert (posttraumatische Belastungsstörung / Post Abortion Syndrome PAS), betonte Mediensprecherin Beatrice Gall in ihrer Einführung zur Medienkonferenz am 29. August 2018 in Bern.

Trotzdem gäbe es „so etwas wie ein allgemeines Schweigen zu diesem Thema“, so Gall. Wenn jemand das Schweigen brechen wolle, zeige sich großer Widerstand. „Warum? Was ist so Ungeheuerliches daran, eine Tatsache zu präsentieren und Menschen die Möglichkeit zu geben, über ihre Probleme und ihre Leiden zu sprechen.“

Auch der Arzt Wilf Gasser, Mitglied des Organisationskomitees und Präsident der Schweizerischen Evangelischen Allianz, bedauerte dass man über Abtreibungen kaum reden könne. Dabei müsse man sich mit einen Kindesverlust immer auseinandersetzen, egal ob dieser selbst herbeigeführt wurde, oder nicht.

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