Türkische Notenbank trickst Erdogan aus

Statt sich an eine offizielle Zinserhöhung heranzutrauen, die bei Erdogan in Ungnade gefallen wäre, überlegten sich die Zentralbanker aber noch einen ganz anderen Kniff: Sie boten den Geschäftsbanken einfach seit dem Wochenbeginn gar kein Geld mehr an, für das der Haupt-Zinssatz von 17,75 Prozent fällig gewesen wäre.

Die Banken, die Verbraucher und Unternehmen mit Krediten versorgen, mussten daher auf den sogenannten Übernachtzins ausweichen – mit 19,25 Prozent liegt der klar höher. Höhere Zinsen halten Anleger tendenziell davon ab, ihr Geld abzuziehen.

Doch in der Türkei ist alles anders. Erdogan wettert seit Langem gegen eine ominöse „Zinslobby“. Die gängige Wirtschaftslehre stellt er auf den Kopf.

Unklar bleibt, ob Erdogan diese Strategie – sofern er im Detail von ihr weiß – eher ärgert oder freut.

Ein Gericht hat erneut die Freilassung des US-Pastors Andrew Brunson abgelehnt. Darauf verlor die Lira zum US-Dollar bis zu knapp acht Prozent. Auch zum Euro ging es ähnlich stark bergab.

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