Türkei vor dem Staatsbankrott

Washington hat Sanktionen gegen die Türkei verhängt. Ökonomisch sind diese bedeutungslos, dennoch stürzt die Lira ab. Hintergrund ist ein Streit um einen in der Türkei inhaftierten US-Pastors.

Unmittelbarer Auslöser war der Beschluss der US-Regierung, Sanktionen gegen zwei türkische Minister zu erlassen. Diese Maßnahmen sind zwar ökonomisch bedeutungslos, sie setzen jedoch ein verheerendes Signal.

Sollte der türkische Präsident Erdogan nicht einlenken und sollten die zusätzlichen Maßnahmen in Kraft treten, dann wären die Folgen weit dramatischer – bis hin zum Staatsbankrott.

Hintergrund ist, dass Regierung und Zentralbank nach dem gescheiterten Putsch massiv Geld in die Wirtschaft pumpten, um eine Rezession zu verhindern. Im Juni hatte die Teuerung allerdings bereits 15,4 Prozent erreicht.

Gleichzeitig liegt der Leitzins aber gerade mal bei 17,75 Prozent, Präsident Erdogan verhindert mit aller Macht weitere Erhöhungen. Das bedeutet jedoch, dass ausländische Investoren nach Abzug der Inflation nur eine minimale Rendite erhalten. Die Folge: Sie ziehen ihr Kapital ab.

Kein anderes Land der Welt ist allerdings so abhängig von ausländischem Kapital wie die Türkei. Diese Abhängigkeit ist sogar stetig gewachsen, seit Erdogan regiert.

Die Leistungsbilanzdefizit kann nur ausgeglichen werden, wenn permanent Kapital ins Land strömt, derzeit rund 200 Millionen Dollar pro Tag.

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