Erfahrungen eines Pilgers

Christian Seebauer merkt beim Gehen, was ihm in seinem Leben wirklich wichtig ist – „mein Glaube, meine Frau und meine Kinder“ – und was nicht – „Karriere machen, sich jagen lassen, diese durchgetaktete materielle Welt“.

Als der Diplom-Ingenieur zum ersten Mal auf den Jakobsweg geht, ist er Anfang 40 und hat sich gerade selbstständig gemacht. Zuvor war er Verwaltungsdirektor einer großen deutschen Bank, finanziell sehr erfolgreich, aber „total unglücklich“. Der große Zusammenbruch erfolgt aber erst nach dem Jakobsweg.

Besonders lebhaft erinnert er sich an eine Begegnung in der Wüste. Er ist „körperlich total am Ende“, als er drei junge Israelinnen trifft. Eine von ihnen, Laisa, reicht ihm eine angeknabberte Paprika und umarmt ihn. Ihn, den Bettler, der schwitzt, stinkt und sich schämt. Die Erinnerung an dieses Glücksgefühl, einfach als Mensch angenommen zu werden, bringt den sonnengebräunten Mann mit den Lachfalten um die Augen fast zum Weinen. „Das sind alles Dinge, die man sich für Geld nicht kaufen kann“

Aber nicht nur sein Verhältnis zu den Mitmenschen wandelt sich in Israel, auch seine Beziehung zu Gott verändert sich. Er beginnt, seine Gedanken mit ihm zu teilen, anstatt auswendig gelernte Gebete aufzusagen, sich bei ihm zu bedanken, wenn ihm etwas geschenkt wird, und ihm seine Ängste anzuvertrauen.

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