Die Wiedergeburt des Stammes

In seinem Essay erläutert der libysche Autor Faraj Alasha, wie arabische Autokraten staatliche Institutionen mit Stammes-Logik lenken.
 
Stammesleben bedeutet Leben im Anfänglichen. Alles liegt hier in Gottes Hand und ist abhängig von seiner Güte oder seinem Zorn, und so gibt es entweder Fruchtbarkeit oder Dürre. Was die Stammes-Gemeinschaft dabei zusammenhält, ist das Konzept von Hirte und Herde, wobei der Hirte zugleich Beschützer und Bestimmer seiner Herde ist. Dafür stellt er ihr Weide und Wasser bereit und bewacht sie mit seinen Hunden.
 
In den offiziellen Biografien von Clan-Tyrannen lesen wir jeweils ein Loblied darauf, dass sie alle in ihrer Kindheit Schafe gehütet hätten, womit sie es dem Propheten Mohammed gleich taten.
 
Das Stammesdenken zersplittert weltweit Staaten. In einer Welt der Globalisierung sucht man das Verbindende.
 
Auch andere Länder und Gegenden neigen zu populistischen Führern und der eigentliche Demokratiegedanke geht wie die alte Kultur der Griechen unter.
 
Wahlsiege und parlamentarische Mehrheiten werden heute in einen absoluten Machtanspruch umgedeutet, dem sich alles andere – auch das Recht – unterzuordnen hat.
 
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