Der Traum-Papst

Wir haben zwei Päpste. Nein, nicht einen Papst und einen emeritierten Papst, das wäre zu einfach. Es gibt zwei Päpste, die beide Franziskus heißen. Der eine lebt in Rom, der andere lebt in den Köpfen der Menschen. Und auf Facebook.
 
Dass sich von quasi Tag Eins an Mythos um Papst Franziskus gebildet hat, ist klar. Das berühmte „der Karneval ist vorbei“ ist der erste von vielen Beiträgen, die einen imaginären Papst geschaffen haben. Bald hieß es auch, er habe sich gleich am Abend nach seiner Wahl unerkannt durch Rom chauffieren lassen.
 
Eine Variante dieser „Unerkannt-durch-Rom“-Geschichte geisterte gerade durch das Netz, bei Facebook.
 
Auch wenn sie falsch ist, sie setzt sich fest. Und so bildet sich ein zweiter Papst, ein Papst-der-Köpfe.
 
Das Schwierige daran ist, dass dieser Zweit-Papst so beliebt ist. So einen hätte man gerne.
 
Ein Traumbild gewinnt Gestalt. Interpretieren wir noch andere Personen in ein Traumbild? Sogar Jesus?
 
Schnell werden wir Teil von einem Komplott der Druck erzeugt. Entweder, weil die Person dann nicht so ist und es so zu einer Enttäuschung kommt. Oder indem man jemand direkt durch Rufmord in Verruf bringt.
 
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