Marokkos König will den Islam reformieren

Als Gegengewicht zum sogenannten Islamischen Staat.
 
Marokko sieht sich als Führungsmacht des Malekismus.
 
Der König gibt in seinen Reden vor, wohin die theologische Reise gehen soll: Den heiligen Text nicht einfach wie etwas Unbegreifliches und Unantastbares aus dem frühen Mittelalter auf die Gegenwart projizieren, sondern dessen Sprache analysieren. Und vor allem die Vernunft anwenden.
 
Die Mehrheit ist nicht für eine Neulektüre des Korans.
 
Doch wenn Mohammed VI. sich bei einem seiner öffentlichen Auftritte zeigt, wird er gerade von den Jugendlichen gefeiert wie ein Popstar. Das liegt zum einen daran: Der König stammt aus einer Familie, die im Mittelalter aus dem Gebiet des heutigen Saudi Arabien eingewandert ist. Er stammt vom Propheten ab und fungiert in dessen Nachfolge als Führer der Gläubigen, also als Staats- und Religionschef in einem. Allein sein Gewand zu berühren, bringt Segen, glauben viele.
 
Die Wahhabiten und die Emire vom Golf; die Islamisten – sie alle sprechen zwar über Tradition. Aber Mohammed VI. verkörpert sie. Er ist sozusagen das Original. Er ist ein klassischer Kalif, sagt Mamadou Fofana, Religionsgelehrter aus Abijan. Auch wenn er den Islam modern auslegt – oder vielleicht gerade deshalb.
 
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