Schutz statt «Gratulationen zum Märtyrertod»

Ägyptens Christen fordern vom Staat Schutz statt «Gratulationen zum Märtyrertod». Nach mehreren Mordserien wächst nun unter ihnen der Unmut.
 
Früher betonten koptische Würdenträger, dass Ägyptens Christen bereit seien, Opfer für die Einheit des Landes zu bringen. Gemeint war, bei Übergriffen auf Kirchen, Terrorakten und Morden mit Liebe und Vergebung statt mit Rache und Gewalt zu regieren.
 
Langsam dreht sich der Wind nun aber. Eine wachsende Zahl von Kopten hat Mühe damit, stetig «Opfer» für den Frieden zu bringen und Angehörige zu verlieren, die dann als Märtyrer dargestellt werden.
 
Ein Kairoer Priester ergänzt: «Kopten erleben die aggressivste Kampagne in der Geschichte des modernen Ägypten.»
 
Es gibt ständig Hassreden und Fatwas und in den Medien wurde dazu aufgerufen, das Blut von Kopten zu vergiessen, ohne dass Vertreter des Staates reagierten.
 
Mitte Februar 2017 gaben Islamisten bekannt, Ägyptens Christen «ausradieren» und Kairo «befreien» zu wollen.
 
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