Die neue Türkei

Die AKP-Herrschaft in der Türkei ist wie die NSDAP-Herrschaft in Deutschland von 1933 bis 1945 eine Parteienherrschaft, auch wenn sie nach aussen personifiziert erscheint. In beiden Fällen ist ein Staatschef über seine Partei an die Macht gekommen. Bassam Tibi bezeichnet in der BAZ die AKP-Herrschaft als Islamokratie.
 
Das ist keine private «Ein-Mann-Herrschaft» (Welt), sondern eine Mischung von Islamismus, Klerikalismus, Geheimdienstherrschaft, Clan-Patronage und Klientelismus unter dem Dach der AKP-Parteienherrschaft.
 
Wie sagte Erdogan einmal? «Die Demokratie ist ein Zug, in den wir einsteigen, aber verlassen, wenn wir unser Ziel erreicht haben.»
 
Die Türkei präsentiert sich als selbsterklärte Spitze der islamischen Welt.
 
20 Prozent der türkischen Richter und Staatsanwälte sind nicht mehr im Amt. Das bisherige säkulare Bildungssystem ist durch die religiösen Imam-Hatip-Schulen ersetzt worden. Tausende von Professoren sind entweder im Gefängnis oder ins Ausland geflüchtet.
 
Am Treffen der Organisation der islamischen Zusammenarbeit (OIC), die in Kasachstans Hauptstadt Astana 10.9.2017, sagte Erdoğan: „Was die muslimische Welt in dieser Zeit braucht, ist keine Spaltung, sondern Einheit und Solidarität, die Krise in der Golfregion hat uns tief verärgert, wir wollen, dass die Krise im Golf so schnell wie möglich gelöst wird. Wir können keine Gewalt gegen die Heiligtümer in Jerusalem dulden. Wir sollten eine viel deutlichere Haltung zeigen, um Provokationen zu verhindern“.
 
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