Muslime auf Pilgerreise – Der Haddsch

Der Haddsch 2017 beginnt am Abend vom Mittwoch, 30. August und endet am Abend vom: Montag, 4. September mit rund 2 Millionen Muslimen.
 
Der Haddsch ist die islamische Pilgerfahrt nach Mekka. Er findet jährlich vom 8.–12. Dhu l-Hiddscha statt. Die kleine Pilgerfahrt, ʿUmra genannt, kann zu jeder beliebigen Zeit erfolgen. Der Höhepunkt ist das Opferfest (Eid al-Adha). Dem islamischen Glauben zufolge kehren die Pilger vom Hadsch rein wie Neugeborene zurück.
 
Der Zutritt nach Mekka ist ausschließlich Muslimen vorbehalten.
Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Strafen, bis hin zur Todesstrafe.
 
Die Anfänge des Haddsch liegen in vorislamischer Zeit. Es wird vermutet, dass es ursprünglich ein Ritual der Sonnenverehrung war. Islamisiert wurde der Haddsch erst im Jahre 632, als der Prophet Mohammed dieses Ritual kurz vor seinem Tod (632) selbst vollzog und bei der Gelegenheit auch neu ordnete.
 
Saudische Behörden stellen Ahmadi-Muslimen keine Visa aus, weil die Islamische Weltliga 1974 die Anhänger der Ahmadiyya für Nicht-Muslime erklärt hat. Daraufhin wurde ihnen das Betreten Mekkas verboten.
 
Die größte Gefahr ist eine Massenpanik. In der Vergangenheit kam es vor, dass Pilger zu Tode getrampelt wurden.
 
2015 war das größte Unglück in der Geschichte der Pilgerfahrt nach Mekka. Saudi-Arabien sprach offiziell von 769 Todesopfern. Rechnet man jedoch die Zahl der Toten zusammen, die in ihre Heimatländer überführt wurden, kommt man auf mehr als 2400 Opfer.
 
Zum ersten Mal tragen alle Pilger 2016 elektronische Armbänder mit ihren persönlichen Informationen, darunter Angaben über Medikamente.
 
Der Schwarze Stein an der Kaaba ist eines der Rätsel des Islam.
 
Bei einer Pilgerreise steht nicht der Weg, sondern das Ziel im Vordergrund. Wallfahrten gab es auch bei den antiken Griechen und Römern, die aus religiösen Gründen ferne Tempel bereist hatten. Auch die Germanen veranstalteten „Waldfahrten“ zu heiligen Hainen. Im antiken Judentum begingen die Israeliten Pessach, Schawuot und Sukkot als Pilgerfeste, wie es in der Thora geboten wurde. Bei anderen Religionen sind Wallfahrten ebenso bekannt. Auch Grabstätten berühmter Persönlichkeiten werden oft zu „Pilgerstätten“ ihrer Fans.
 
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