Eritrea will drei Feinde ausmerzen: «HIV/Aids, das äthiopische Regime und die Christen aus unabhängigen Gemeinden» sagte ein Regierungsbeamter öffentlich

Im ostafrikanischen Eritrea hat der Druck auf Christen zu einer neuen Verhaftungswelle von Kirchenleitern geführt. Mindestens zehn von ihnen, alle Angehörige der Untergrundkirche, befinden sich nach Informationen von Open Doors seit kurzem in staatlichem Gewahrsam.

Die Verhaftungen erfolgten unmittelbar vor einem Putschversuch, bei dem am 21. Januar ungefähr hundert aufständische Soldaten das Informationsministerium stürmten und die Freilassung politischer Gefangener erzwangen. Regierungstreue Einheiten haben inzwischen wieder die Kontrolle übernommen.

Nach Schätzungen von Open Doors sitzen derzeit rund 1000 Christen seit Monaten, manche seit Jahren ohne offizielle Anklage oder Gerichtsverfahren ein. Im vergangenen Jahr sind mehr als 30 Christen unter anderem an Verletzungen durch Misshandlungen oder aufgrund der schlechten Versorgung in der Gefangenschaft gestorben. Medizinische Behandlung wird ihnen häufig verweigert.

Quelle: www.opendoors.ch

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