Im syrischen Bürgerkrieg gehen Aufständische teilweise mit brutaler Gewalt gegen Christen vor

Zu den Übergriffen der „Freien Armee“ zählen Plünderungen und Schändungen christlicher Symbole wie Kreuze, Ikonen und Heiligenbilder. Eine syrisch-orthodoxe Kirche in Ras al-Ain wurde gestürmt. An Kontrollpunkten bedrohen, beleidigen und beschimpfen Angehörige der Freien Armee christliche Buspassagiere, berichtet die Assyrische Demokratische Organisation (ADO) mit Sitz in Augsburg.

In einem Schreiben an das syrische Oppositionsbündnis „Nationale Koalition“ prangert sie solche Menschenrechtsverletzungen an. Sie unterschieden sich nicht von den Taten des Assad-Regimes und seien mit den Lehren und Werten des Islam unvereinbar. Noch nie sei so etwas in der Kultur und Tradition der syrischen Gesellschaft vorgekommen, denn diese sei geprägt von religiöser Toleranz und Koexistenz.

Die Ängste der Christen vor einem fanatischen Islamismus würden verstärkt und die Auswanderung beschleunigt. ADO appelliert an die Führung der syrischen Opposition, kriminelle Praktiken öffentlich zu verurteilen sowie weitere Übergriffe gegen die christliche Bevölkerung zu verhindern.

Alawiten und Christen fürchten Verfolgung, wenn Assad gestürzt wird. Am 12. Dezember sollen laut Presseberichten Aufständische ein Alawiten-Dorf in der Provinz Hama angegriffen und 125 Menschen verletzt oder getötet haben.

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