Muslime schlagen sich im Gedenken an Ali

Am 17.06.2018 gedachten rund 300 Schiiten aus ganz Deutschland in einem Trauermarsch zum Anlass des Todestages an Imam Ali. Sie sangen mit nackten Oberkörpern Trauerlieder, trugen eine Grabattrappe und schlugen sich mit den flachen Händen auf die Brust.

Mit dieser Matni juloos genannten Prozession erinnerten die Gläubigen an die Ermordung des vierten Kalifen Ali, Schwiegersohn des Propheten Mohammed. Auf die Geißelungen früherer Zeiten sollte verzichtet werden.

Zum öffentlichen Trauermarsch waren in diesem Jahr Gäste aus Frankreich, Spanien, Dänemark, den Benelux-Ländern und sogar aus den USA angereist. Ein ganzer Bus kam aus Italien. Im Jahr 2017 waren es ca. 200 muslimische Männer.

Das Treffen wird von der Schiitischen Gemeinde Deutschlands organisiert und fand bereits zum siebten Mal in Bonn statt.

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Es gibt gar keinen Vertrag mit dem Iran

Vor wenigen Tagen offenbarte ein Interview in DIE ZEIT mit dem US-Präsidentenmacher Stephen Bannon die wahren Sachverhalte.

Bannon sagte: Das Iran-Ding war noch nicht einmal ein Abkommen, es war noch nicht einmal ein unterschriebenes Dokument. Der Iran hat es nie unterschrieben. Das wussten Sie, oder?

Bei völkerrechtlichen Abkommen gibt es einen Graubereich. Wenn sich alle daran halten, sind Absprachen wirksam, auch wenn sie nie unterschrieben wurden.

Beim „Atomabkommen mit dem Iran“ verhält es sich ähnlich: Der Iran hat es nie unterschrieben, weil es gar kein rechtsverbindliches Abkommen ist. In der Sprache der politischen Juristen ist dieses „Abkommen“ nicht mehr als ein „gemeinsamer, umfassender Aktionsplan“. Das Atomabkommen mit dem Iran heißt dann auch in der Fachsprache „Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA)“. Er ist eine Willensbekundung und rechtlich nicht bindend. Daher benötigt ein solcher „Aktionsplan“ keine Unterschriften.

Bereits am 25. November 2015 zitiert die britische Daily Mail aus einer Mitteilung der damals noch regierenden Obama-Administration hinsichtlich des Atomdeals mit dem Iran: „The Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) is not a treaty or an executive agreement, and is not a signed document“ (Übersetzung: „Der gemeinsame Aktionsplan ist kein Vertrag oder eine Exekutivvereinbarung, und er ist kein unterzeichnetes Dokument.“)

Es war also so etwas wie eine gemeinsame Wunschvorstellung.

Weiter sagt Bannon: Übrigens: Dasselbe gilt auch für das Pariser Klimaabkommen. Auch das ist nicht einmal eine unterschriebene Vereinbarung

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Türkische Christen unter Verdacht

Obwohl Christen in der Türkei weniger als ein halbes Prozent der Bevölkerung ausmachen, stellen Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine regierende Partei Gerechtigkeit und Versöhnung (Adalet ve Kalkınma Partisi, AKP) sie als eine ernste Bedrohung für die Stabilität der Nation dar.

Es gibt in der Türkei derzeit eine Atmosphäre, in der jeder, der kein Sunnit ist, als eine Gefahr für die Stabilität der Nation betrachtet wird.

Viele begrüßten die Chance, „Krypto-Armenier, Griechen und Juden“ zu enttarnen, welche sich als echte Türken verkleiden würden.

Wir sind muslimisch-türkische Menschen, die seit Tausenden von Jahren den Islam anführen.

Paranoia, Misstrauen und Furcht werden immer stärker, die Kultur der Koexistenz wird zersetzt.

In den Schulbüchern wurden nichtsunnitische Bürger als spalterische Elemente dargestellt, die von den Feinden der Türkei unterstützt würden.

2001 nannte der Nationale Sicherheitsrat protestantische Missionare als die drittgrößte Gefahr, der die Nation gegenüberstehe.

In Wahrheit wird die angebliche Gefahr, dass die Türkei eine christliche Nation werden könnte, von der Demografie des Landes widerlegt, wenn man auf die Veränderungen bei der Religionszugehörigkeit in den letzten hundert Jahren schaut. Laut dem osmanischen Zensus machte die christliche Minderheit in der Türkei 1914 fast 20 Prozent aus. 1927, nur 13 Jahre später, waren weniger als 2,5 Prozent der Bevölkerung Christen. Heute sind es weniger als 0,2 Prozent.

Wie in den meisten anderen mehrheitlich islamischen Staaten hatten die Christen in der Türkei nie dieselben Rechte wie die muslimische Mehrheit.

Die Beschlagnahmung von Kircheneigentum ist einer von vielen Hinweisen darauf, dass die Regierung Christen nicht als Teil der größeren türkischen Gemeinschaft ansieht.

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Id-Al-Fitr – Fest des Fastenbrechens

Freitag 15. Juni 2018 / 1. Schawwal / Da der islamische Tag am Vorabend beginnt, beginnt am Donnerstag 14. Juni nach dem Sonnenuntergang das Fastenbrechen.

Die Vorbereitungen für das Fest beginnen bereits während der letzten Ramadan-Tage, an denen die meisten Muslime große Mengen an Süßwaren und andere Spezialitäten für das Fest kaufen oder selbst zubereiten.

Noch vor dem Fest begeben sich die meisten Menschen zurück in ihre Heimat, um die Festlichkeiten gemeinsam mit den Eltern zu begehen. In Malaysia und Indonesien führt dies jährlich zu großen Verkehrsproblemen und vielen Verkehrsopfern.

Die wichtigste religiöse Pflicht am Fest des Fastenbrechens ist das Festgebet, das etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang am Morgen des 1. Schawwal stattfindet.

Nach Gebet und Predigt gehen die Gläubigen üblicherweise in ausgelassener Stimmung durch die Straßen nach Hause und beglückwünschen sich zum Fest.

Der erste Feiertag ist Familientag. Meist begibt sich die Familie im Anschluss an den Gottesdienst zum Friedhof, um der verstorbenen Verwandten und Vorfahren zu gedenken, für sie Koranverse zu lesen und Bittgebete zu sprechen.

Die Festtage werden genutzt, um die Verwandtschaft und Bekanntschaft zu besuchen. Dabei werden meist süße Gerichte gereicht und eine Menge Süßigkeiten verteilt und gegessen.

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Trennung von Kirche und Staat statt Anerkennung des Islams

Ein «Schweizer Islam» als Weg zur Integration? Dreh- und Angelpunkt der Sendung war das Positionspapier zum Islam, das die SP Schweiz kürzlich veröffentlicht hat. Darin spricht sich die Partei unter anderem für eine öffentlich-rechtliche Anerkennung des Islam aus.

Amir Dziri, der auch Direktor des Schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft an der Universität Freiburg ist, wies gleich zu Beginn der Sendung darauf hin, dass er es «unheilvoll» finde, von einer «Anerkennung des Islam» zu sprechen.

«Wir wollen eigentlich Bürger anerkennen, die zufällig Muslime sind, die aber zufällig auch Hindus oder Buddhisten sein könnten.» Der Staat habe keine beurteilende Wertung zu treffen, ob der Islam zur Schweiz gehöre.

Der Churer Bischofssprecher Giuseppe Gracia: Vom Staat wolle er nicht als Katholik, sondern als Bürger ernst genommen werden.Er findet, dass keine der Religionen im Land privilegiert werden soll.

Dziri: Die unterschiedlichen Interpretationen innerhalb des Islam sollte sich untereinander anzuerkennen.

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Heiligstes Herz Jesu 2018: Freitag 8. Juni

Das Hochfest „Heiligstes Herz Jesu“ wurde vom Papst Pius IX. 1856 für die katholische Kirche eingeführt. Die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu ist eine Ausdrucksform katholischer Spiritualität. Papst Benedikt XVI. weihte am Weltjugendtag (20. August 2011) in der Vigil die Jugendlichen dem Heiligsten Herzen Jesu.

Das durchbohrte Herz des Gekreuzigten gilt als Quelle der Sakramente der Kirche. Die für die Weltkirche geltenden römischen Ablassbestimmungen sehen für das Herz-Jesu-Fest alljährlich das gemeinsame öffentliche Sühnegebet zum Heiligsten Herzen Jesu vor, welches mit einem vollkommenen Ablass belohnt wird.

Heute wird die Liebe Gottes eher durch die barmherzige Person Jesus wahrgenommen und nicht in der Verehrung eines Körperteils. Jesus sagte: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!“ (Matthäus 22,37)

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Den Teufel wieder ernst nehmen

Immer mehr Theologen plädieren dafür, die Bedeutung des Satans wieder neu zu beachten.

So sagte der Papst Franziskus bei der Messe in Santa Marta am Dienstag, 8. Mai 2018: Es gibt einen Feind und »Verführer«, der »unsere Neugier und unsere Eitelkeit« ausnutzt, indem er »Geschenke« verspricht, ….

Ganze Teams von Theologen – und keineswegs nur katholische – erforschen seit einigen Jahren wieder das Wesen Satans und diskutieren, ob er nicht doch ein integraler Bestandteil des christlichen Weltbilds sein müsste.

Was das Neue Testament angeht, so hat der evangelische Theologe Jan Dochhorn festgestellt: „Es gibt kaum ein Stück Literatur im Neuen Testament, das den Teufel unerwähnt lässt.“

Autor Lucas Wiegelmann stellt in der Welt am Sonntag fest: Es mehrten sich mit der Zeit die Stimmen, die den Satan abschaffen wollten, „und spätestens im 20. Jahrhundert war der Teufel am Ende“. „Das Problem ist nur: Nur weil der Teufel seltener im Messbuch vorkommt, scheint sich das Böse in der Welt noch nicht nennenswert verringert zu haben. Not und Leid, Gewalt und Sünde bleiben menschliche Realität.“

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